Centre Pompidou

Das „Nationale Zentrum für Kunst und Kultur Georges Pompidou“, im allgemeinen nur „Centre Pompidou“ oder auch einfach „Beaubourg“ genannt, ist eine interkulturelle Institution im Pariser Stadtteil Beaubourg. Das Zentrum wurde im Jahr 1977 eröffnet. Die Institution im 4. Arrondissement von Paris geht auf die Initiative des Präsidenten Georges Pompidou zurück, dem heute ein Raum der zeitgenössischen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet ist. Sein Wunsch war es, bildende Kunst, Literatur, Design, Musik und Film so vollständig wie möglich der Öffentlichkeit zu präsentieren und zwar in einer interkulturellen Einrichtung. So finden in den ausgedehnten Galerien in einer der drei wichtigsten modernen und zeitgenössischen Kunstsammlungen der Welt heute zahlreiche beliebte Dauerausstellungen statt. Dazu kommen Kinos und Unterhaltungsprogramme sowie eine große öffentliche Bibliothek (übrigens die erste in Europa!). Damit dürfte es offensichtlich sein, dass der ehemalige französische Präsident eine ganz schöne Herausforderung angenommen hat. Doch zurück zur Geschichte einer umstrittenen Institution.

Populäre versus elitäre Kultur

So entschlossen Präsident Georges Pompidou auch war, ein nationales interkulturelles Zentrum zu schaffen, wurde er doch mit einer Reihe von Bedenken konfrontiert, die nur ein Museumsbau ausräumen konnte, der auf eine völlig neue Art und Weise erbaut wird. Tatsächlich hatte Paris in den 1970er Jahren seine ehemals führende Position in der globalen Kunstszene verloren: Ihr Rang wurde zunehmend von New York in Frage gestellt und so hatte die französische Hauptstadt das ehrgeizige Ziel, ihren ursprünglichen Platz in der Kunstwelt wieder einzunehmen.

Für Georges Pompidou war es vor allem wichtig, alle modernen künstlerischen Ausdrucksformen jeglicher Art zu repräsentieren sowie weiterzuentwickeln und zu fördern, und zwar insbesondere durch interdisziplinäre Ausdrucksformen. Er wollte all dies vor allem nicht einer kleinen Pariser Elite überlassen. Jedoch trafen seine Ambitionen nicht bei jedem auf Zustimmung; es folgte eine heftige Debatte und ein echter Kampf zwischen den Anhängern einer populären Kultur, wie sie Pompidou befürwortete, und denen einer elitären Kultur.

Die künstlerischen Vorstellungen eines Präsidenten

„Ich will, dass Paris ein leidenschaftliches Kulturzentrum hat, das die Vereinigten Staaten in seinem Erfolg übertrifft, und zwar in allen Bereichen: was Museen und kreative Zentren angeht, in denen die Künstler mit Musik, Filmen, Literatur, audiovisuellen Ausdrucksformen und vielem mehr experimentieren. Es kann sich um ein Museum für moderne Kunst handeln, denn wir haben ja bereits den Louvre. Das Museum soll sich permanent weiter entwickeln und die Bibliothek Tausende von Lesern anziehen, die mit Kunst in Kontakt gebracht werden.“ - Georges Pompidou.

 „Der Kulturdampfer“

Trotz der zahlreichen Kontroversen, die im Kontext mit dem Bau des geplanten kulturellen Zentrums entstanden, eröffnete Pompidous Nachfolger Präsident Valéry Giscard d'Estaing am 31. Januar 1977 das Nationale Kunst- und Kulturzentrum Georges Pompidou. Als Reaktion ging ein Aufschrei durch die nationale und internationale politische und kulturelle Szene, der bis weit über die Grenzen Frankreichs zu hören war.

Allein die Architektur des Centre Pompidou erzeugte eine neue Welle einer schier endlos scheinenden Polemik: riesige Röhren stechen aus dem Gebäude hervor, dazu Rolltreppen und mit Metall verkleidete Gänge – alles, was sonst in der Regel in einem Gebäude versteckt bleibt, wird wird hier bewusst gezeigt. Das Zentrum erhält deshalb von Kritikern den Spitznamen „Notre-Dame de la Tuyauterie“ - frei übersetzt „Die Pfeifendame“, oder auch „le Pompidolium“, während die Enthusiasten ihm den Namen „e paquebot de la culture“, „der Kulturdampfer“, gaben.

Aber das Publikum entschied sich dennoch schnell für das Zentrum und schon rund ein Jahr nach der Eröffnung erweist sich das Centre Pompidou bereits als großer Erfolg. Ursprünglich wurde mit maximal rund 5.000 Besuchern pro Tag gerechnet, in Wirklichkeit waren es ungefähr fünf Mal so viele. Auch wenn die Mehrheit der Besucher das Zentrum aufgrund der zahlreichen Dauer- und Sonderausstellungen aufsuchen, erfreut sich auch die öffentliche Bibliothek zahlreicher Besucher.

20 Jahre nach seiner Eröffnung wurde das Zentrum für eine komplette Renovierung geschlossen. Die gesamte Fläche wurde um rund 8.000 Quadratmeter erweitert und Wände und Decken wurden saniert. Damit schuf man ausreichenden Platz, um weitere Kunstobjekte auszustellen und darüber hinaus auch Tanz-Shows, Theater und Konzerte organisieren zu können. Ein ganz neuer Bereich für Kinder präsentiert seitdem ebenfalls zwei Ausstellungen im Jahr. Und denken Sie daran: Die oberen Etagen bieten einen herrlichen Panoramablick auf Paris. Der Zugang erfolgt über die Rolltreppe vom zentralen Platz vor dem Centre Pompidou.

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